Warehouse Excellence

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Sportler

Stellen Sie sich vor, Sie sind Leistungssportler und erreichen im Sprint über 100m eine Zeit von 10s, im Hochsprung eine Höhe von 2,00m. Wie ordnen Sie Ihre Leistung ein?

Um Ihre gesamte Leistungsfähigkeit zu beurteilen, müssen Sie Ihre Leistung in den einzelnen Disziplinen kennen und einordnen! Daher sollten Sie Ihre Sprintleistung der Sprintleistung anderer Sportler gegenüberstellen und Sie sollten Ihre Hochsprungleistung an den Ergebnissen anderer Hochspringer einordnen.Haben Sie schwache Bereiche identifiziert, können Sie diese gezielt verbessern und so am Ende vielleicht eine bessere Mehrkampfleistung erreichen. 

Das Beispiel des Sportlers lässt sich einfach auf Distributionszentren übertragen: wie leistungsfähig sind wir insgesamt? In welchen Bereichen existieren Leistungsunterschiede? Wie können wir diese Bereiche verbessern, um auch insgesamt eine bessere Leistung zu bringen?

Das Distribution Center Reference Model ist entwickelt worden, um Sie bei dieser Fragestellung zu unterstützen.

Es macht Distributionszentren bzw. deren Bestandteile vergleichbar und erlaubt so einen aussagekräftigen Leistungsvergleich.

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Zur Sicherstellung der Vergleichbarkeit werden im Distribution Center Reference Model gleiche Aufgabenstellungen betrachtet.

Beispielsweise stellt das Ein- und Auslagerung von Paletten eine Aufgabenstellung eines Distributionszentrums dar, wobei die Art der Ware auf der Palette eine untergeordnete Rolle spielt.
In dem Baukastensystems des DCRM sind 26 klar voneinander abgegrenzte Aufgaben definiert, mit denen sich individuelle Distributionszentren strukturieren lassen. Eine Aufgabe wird anhand eines Vergleichs mit allen ähnlichen Aufgaben bewertet. Auf diese Art und Weise werden für jede Aufgabe Ihres Distributionszentrums geeignete Vergleichspartner aus allen anderen Distributionszentren betrachtet.

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Das Distribution Center Reference Model ist hierarchisch aufgebaut und verfügt über vier Ebenen.

Auf jeder Ebene werden die Informationen mit unterschiedlichem Aggregationsgrad bereitgestellt, so dass die Strukturierung des Distributionszentrums den Anforderungen unterschiedlicher  Anwendergruppen gerecht wird (Topmanagement, Projektmanager, Bereichsverantwortliche, Planungsspezialisten).

 

 

Die oberste Top-Ebene liefert einen aggregierten Gesamtüberblick über das Distributionszentrum.

Diese Ebene liefert wichtige Erkenntnisse über die Ausrichtung des kompletten Distributionszentrums, die vorhandenen Strukturen sowie die eingesetzten Ressourcen und die erzielte Leistung.

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DZ_Swisslog_Prozessebene

Auf der Prozessebene werden die Abläufe in die definierten Materialflussprozesse Wareneingang, Lagern und Kommissionieren, Konsolidieren und Verpacken, Warenausgang und Added Value strukturiert.

Zusätzlich werden mit dem Prozess Overhead die Verwaltungstätigkeiten abgebildet, die in keinem direkten Zusammenhang zum Materialfluss stehen. Auf dieser Ebene erlaubt das Distribution Center Reference Model eine isolierte Bewertung einzelner Prozesse. Die Erkenntnisse der Top-Ebene werden auf der Prozessebene weiter detailliert, so dass für jeden Prozess eine Beurteilung der Leistungsfähigkeit möglich ist. Diese Bewertung ist die Grundlage für eine weiterführende Untersuchung.

 

In der dritten Ebene, dem Herzstück des Distribution Center Reference Models, werden die Prozesse mit Hilfe des Baukastensystems weiter in Aufgaben untergliedert.

Die Bewertung der Aufgaben erfolgt unabhängig von der technischen Ausführung. Auf der Aufgabenebene ist die Vergleichbarkeit gesichert, so dass die Aufgaben verschiedenster Distributionszentren gegenübergestellt werden können.

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Auf der Ebene der technischen Ausführungen werden die Aufgaben mit Hilfe mathematischer Modelle einem "virtuellen Benchmarkingpartner" gegenübergestellt.

Für jede Aufgabe existieren mehrere mathematische Modelle, die jeweils eine mögliche technische Ausführung repräsentieren. Die Modelle ermitteln typische Größen wie Kosten, Flächen- und Zeitbedarf. Sie bilden idealisierte Zustände ab und repräsentierenein "theoretisches Best Practice", das als Anhaltspunkt für Leistungsunterschiededienen kann. Mit Hilfe der Modelle lassen sich gegebenenfalls weiterführende Fragestellungen untersuchen, wie zum Beispiel ob das System richtig gewählt wurde, ob es zukünftigen Anforderungen gewachsen ist oder ob eine Zusammenführung/Aufteilung von Bereichen sinnvoll ist.

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Die Aufgaben fassen bestimmte Prozessausprägungen  zusammen, die notwendig sind, um ausgehend von bestimmten externen Anforderungen zu einem definierten Ergebnis zu gelangen.

So ist beispielsweise das „Einlagern und Entnehmen von kompletten Großladungsträgern“ eine Aufgabe im Lager- und Kommissionierbereich. Dabei ist es unerheblich, welche Waren sich tatsächlich auf dem Großladungsträger befinden und welche Technik zur Durchführung der Aufgabe angewandt wird. Bei ähnlichen Strukturen ist damit die Vergleichbarkeit zweier Aufgaben sichergestellt.

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Die DCRM-Karte ist eine transparente Visualisierung der Material- und Informationsflüsse.

In Anlehnung an die Wertstromanalyse (Rother & Shook) wird bei der DCRM-Karte eine standardisierte Symbolik und ein definierter Aufbau verwendet. Die Beschreibung der Strukturen ist anwendungsunabhängig und erlaubt einen ersten schnellen Überblick über den Aufbau und die Komplexität eines Distributionszentrums. Beispielhaft werden zwei DCRM-Karten von Distributionszentren gezeigt, die deutlich machen, dass trotz vergleichbarem Durchsatz unterschiedliche Komplexitäten möglich sind. Die DCRM-Karte bildet die Grundlage für die Datenerhebung und Analyse.

 

 

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